Passo di Tremalzo

 
+ 45.834121°, 10.685116° Legende
 Track: 

Pass

Sackgasse Engstellen Unebene Fahrbahn Schotter Steinschlag / Rutschungen  
Land: Italien
Region: Lombardei
geogr. Breite: 45.834121°
geogr. Länge: 10.685116°
Höhe: 1665 m
SG nach Denzel: 4
Letzte Validierung: 10/2013, fechfech

Korrekturen, Ergänzungen, Hinweise?
 

GPS-Tracks zu diesem Punkt:
Track Tremalzostraße

Die Strecke über den Passo di Tremalzo nimmt unter den Gebirgsstraßen in den Alpen unbedingt einen der vordersten Plätze auf der Beliebtheitsskala ein. Als fahrerische Herausforderung und durch ihre kühne Trassierung ist die ehemalige Militärstraße, die zur Versorgung von militärischen Stellungen während des Ersten Weltkriegs angelegt wurde, zu Berühmtheit gelangt.

Der Pass selbst ist von W her auf befestigter Straße (SG 2-3) zu erreichen, aber die Strecke östlich des Passes bis zum Passo Nota ist mit ihren engen Kehren und dem ausgewaschenen felsigen Untergrund eine Herausforderung für den Geländefahrer. Hinzu kommt, dass es auf diesem Abschnitt der Strecke einige ausgesetzte Stellen ohne Randsicherung gibt und etliche kürzere Felstunnel durchquert werden.

Die Tremalzostraße ist seit 1997 für Motorräder gesperrt. Allerdings bleibt der Scheitel zumindest vom Ort Tremalzo aus erreichbar; man kann auch noch ein Stück weiter bis zum Rifúgio Garda fahren. Die Fortsetzung der Strecke bleibt allerdings dem (motorisierten) Zweiradfahrer normalerweise versperrt.
Einige Motorrad-Reiseveranstalter bieten geführte Touren für die Tremalzostraße an. Außerdem ist es möglich, eine Genehmigung vom zuständigen Gemeindeamt zu bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass man mindestens zwei Tage in einer ortsansässigen Herberge verbringt.

Über die Südrampe des Passo di Nota führt die östliche Anfahrt zum Passo di Tremalzo
Tunnel östlich des Passo di Tremalzo
Unterwegs zwischen Tremalzo- und Nota-Pass
Zwischen Tremalzo- und Nota-Pass

Höhenprofil Tremalzostraße (Vesio ⇒ Valle d'Ampola, ca. 30 km)
Höhenprofil Tremalzostraße (Vesio ⇒ Valle d'Ampola, ca. 30 km)
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Achtung: Erosionsrinne im vorletzten Tunnel Validierung  Anonymous, 26.10.2013, 22:22
Ich bin gestern mit meiner Guzzi Stelvio den Tremalzo gefahren und das war schon echt spektakulär - hammer Landschaft und bis auf 2 Mountainbiker nix los. Jede Menge loser Schotter und heftige Steinstufen fordern allerdings schon die ganze Aufmerksamkeit.
Der vorletzte Tunnel (vom Nota kommend) hat in der Mitte eine ca. 40cm tiefe und 20cm breite Erosionsrinne vom tagelangen Regen. Ich konnte nur neben dem Moped herlaufen und dieses auf einem schmalen Seitenstreifen führen - echt kein Spass 260kg Eisen am umfallen zu hindern. Gottseidank hat mich einer der beiden Mountis vorher noch gewarnt (danke nochmals) sonst wäre ich wahrscheinlich in den Tunnel rein und glatt in die Rinne gedonnert. Man sieht ja erst mal nix wenn man reinfährt.
Bin den Tremalzo das letzte mal vor 30 Jahren gefahren und da war es irgendwie entspannter. Liegt das jetzt am Alter oder hat sich der Strassenzustand mit der Zeit wirklich dermaßen verschlechtert? Ich werde das in 30 Jahren nochmal prüfen ;-)
Zustand am 15.10.2013 Validierung 10/2013 fechfech, 18.10.2013, 23:06
Bin die Tremalzo-Strasse am 15.10.2013 mit einem Jeep Wrangler Unlimited Rubicon von Tremosine zum Tremalzopass hinauf gefahren. Ca. 50 Meter nach dem ersten Tunnel ist ein grosser Erdrutsch abgegangen. Die Strasse ist mittlerweile wieder so weit instand gestellt, dass die Stelle problemlos passierbar ist. Bei der spitzen Abzweigung beim Passo Nota und ganz oben wo die Teerstrasse beginnt stehen je eine Fahrverbotstafel und ein Hinweisschild "Strada Dissestata". Das Fahrverbot ist wohl von der Sorte "befahren auf eigene Gefahr" und temporär. Es steht kein Hinweis auf eine Gemeindeverordnung dabei.

Die Strasse ist in einem schlechtem Zustand. Viele Auswaschungen, loses Geröll, teilweise auch blanker Fels mit 10 bis 15 cm hohen Stufen. Seit dem ich das letzte Mal dort war (im September 2012, mit einer KTM 690 Enduro) hat sich der Zustand verschlechtert. Mit dem Jeep war aber alles problemlos fahrbar, ohne den Allrad oder gar Differentialsperren einzulegen. Auf der ganzen Strecke haben wir niemanden (!) angetroffen.
Tremalzo unpassierbar Validierung  Anonymous, 27.09.2013, 12:26
Weg ist komplett abgerutscht, und kann nicht mehr passiert werden! Sh. auch http://www.mtb-news.de/forum/showpost.php?p=10978804&postcount=6081
Schlechter geworden Validierung 06/2013 Madlawyer, 09.07.2013, 17:33
Vor 5 Jahren hatte ich die Strecke in besserem Zustand in Erinnerung. Der grobe Schotter nimmt zu, Randabbrüche machen die Sache manchmal recht schmal für zweispurige Fahrzeuge, aber man kommt schon noch problemlos durch. Obacht geben auf die Mountainbiker!! Die bewegen sich vorzugsweise von oben nach unten (zum Rauffahren offenbar zu faul?) und kommen einem immer in unübersichtlichen Kehren entgegengeschossen. Italiener sind unproblematisch, die freuen sich, Deutsche meinen, sie hätten den Pass für sich und ihre Mountainbikes allein.......
Tremalzo/San Michele Ende Juni 2013 Validierung  Anonymous, 08.07.2013, 22:13
der Tremalzo ist sicherlich nicht viel leichter als die ligurische Grenzkammstrasse. Wir sind den Tremalzo in einer Woche mehrmals gefahren ( Suzi DR 650 und 350 ), immer Tramalzo rauf und San Michele runter, umgekehrt wäre mir das zu heikel. Das eigentliche Problem ist, dass es im teilweise tiefen groben Schotter nur einen schmalen festgefahrenen Streifen gibt, und den wollen natürlich alle benutzen, v.a. die Radfahrer, ...und das zurecht, die würden sich im groben Schotter noch schwerer tun. An unübersichtlichen Stellen kann es durchaus zu gefährlichen Situationen kommen, insbes. wenn abfahrende Radfahrer einen langen Bremsweg haben. Deshalb mein Tipp: den Tremalzo am besten schon morgens fahren, dann sind noch keine Radfahrer auf der Abfahrt und die hochfahrenden Biker noch im unteren Bereich.
Mit den bikern gabs übrigens nur selten Ärger, ....und wenn, dann nur mit Deutschen. Es ist aber auch nirgends ausgeschildert, dass der Tremalzo mit einer Genehmigung von Motorrädern befahren werden darf.
Noch ein Tipp zur Übernachtung: Albergo val dègoi, netter Wirt, super gutes Essen, ca 2 km außerhalb von Vesio, einsam ruhig und wunderschön gelegen,....billiger als die Hotels in Tremosine, allerdings leider kein Pool, ansonsten aber kein Problem, zumal man in Vesio auch sonst nichts unternehmen kann und man zu den umliegenden Restaurants/Albergos bzw zum See sowieso ein Auto oder Moped braucht.

Bobbel
Tremalzo vom Valle di Ledro aus am 25.06.13 Validierung  Anonymous, 30.06.2013, 09:55
... von hier aus bis zur Passhöhe erlaubt und mit kurviger, gut ausgebauter Strecke problemlos zu fahren, dann eindeutige Verbotsschilder und eigentlich hauptsächlich von Mountainbikern und Wanderen genutzt. Da es "wirklich verboten sein soll", bin ich nicht weiter gefahren...
Für PKW aktuell wohl nicht befahrbar ... Validierung 05/2013 barney, 20.05.2013, 22:18
... denn im 4. Tunnel (vom Passo Nota gerechnet) ist wieder mal ein Teil von Wand oder Decke eingestürzt.
Mit dem Moped zu überwinden wenn man eine gewisse Bodenfreiheit voraussetzt. Anschließend noch größere Altschneefelder (Stand 19.05.2013).
Der Rest der Route wie immer, auf dem Abschnitt vom Scheiteltunnel zum Rif. Garda liegen ein paar größere Felsen, die sich aber auch leicht umfahren lassen.
Tremalzo November 2012 Validierung  Anonymous, 07.11.2012, 11:34
Die Südrampe ist auch mit einem PKW mit Allradantrieb (hier BMW 530 xd) für geübte Autofahrer ohne größere Schwierigkeiten befahrbar. Wir hatten weder Bodenkontakt noch seitliche Felsberührungen. In den Kehren musste teilweise 1x zurückgesetzt werden. Alles in allem eine traumhafte Bergstrasse für alle, die Spaß am Autofahren haben.
Tremalzo ohne Verkehr Validierung 09/2012 fechfech, 19.09.2012, 23:11
Wir sind den Tremalzo am 17.9.2012 (ein Montag) am Morgen zu dritt gefahren, mit einer R1200GS, einer KTM 990 Adventure und einer KTM 690 Enduro. Der älteste von uns war 78, auf der BMW R1200GS. Mit einer "dicken" Reiseenduro wie der R1200GS braucht es in den (kurzen) Abschnitten mit gröberem Schotter Erfahrung und Konzentration, mit der leichten KTM 690 Enduro ist die Fahrt völlig problemlos. Ausser einem einsamen Mountainbiker sind wir auf der ganzen Strecke bis hinauf zum Tremalzo niemandem begegnet. Ich habe zwei kurze Filme mit der Helmkamera gemacht, die hier zu sehen sind:

http://youtu.be/MvgnlNCLnDg

http://youtu.be/54DgdrCLDlM

Wir haben die Nacht vorher im Hotel Pineta Campi in Tremosine übernachtet, welches ich weiterempfehlen kann. Die Bewilligung hat uns das Hotel organisiert. Das letzte Mal bin ich den Tremalzo Anfang der 90er Jahr gefahren, damals noch mit einer BMW R80GS. Die Strecke ist heute noch im gleichen Zustand wie damals, einzig einige steile Abschnitte wurden mit einem Betonbelag entschärft. Irgendwann fahre ich den Tremalzo mit dem Velo, dann habe ich hoffentlich genug Zeit, die Aussicht zu geniessen...
Meine bisher schwierigste Strecke - abenteuerlich! Validierung 08/2012 Mandrake, 13.08.2012, 14:24
Bin den Tremalzo am 04.08.2012 mit Genehmigung gefahren. Ich habe 2 Nächte im Hotel Miralago in Pieve verbracht, die Genehmigung wurde mir ohne Probleme direkt vom Hotelpersonal ausgestellt. Die Strecke, die man damit legal befahren darf ist zum Passo Nota, von dort weiter zum Passo dei Gaton und zum Passo di Tremalzo, von dort beim Rifugio direkt beim Parkplatz runter Richtung Süden zurück zur SP38.

Vorweg sage ich noch eins: Ich hatte mit meiner STZ750 kaum Schottererfahrungen, insgesamt vielleicht 15 Kilometer, und das auch auf wirklich guten Schotterstraßen die man überhaupt nicht mit der Strecke hier vergleichen kann.

Angefangen hat das Abenteuer in Tremosine, dort standen dann an der Straße Richtung Passo Nota Fahrverbotstafeln. Soweit ich diese interpretiert habe, aber nur Verbote für KFZ über 3,5 t und für Motocross-Maschinen. Die Auffahrt zum Nota war problemlos, mäßig steil aber recht eng. Begegnet bin ich hier ein paar bergauf fahrenden Mountainbikern. Der Asphalt wechselt dann zum gepflasterten über, kurz vorm Abzweig zum Tremalzo geht das ganze in eine leichte Schotterstraße über.

Die Straße zum Tremalzo war dann mit einem ganz herkömmlichen Fahrverbot ohne Zusatztafeln beschildert. Die Strecke wird dann relativ bald grobschottriger und anspruchsvoller zu fahren, wobei der Fahrbahnzustand insgesamt häufig wechselt. Bei den ersten Kehren kamen dann besagte nackte Felsen und Stufen, grober Schotter und Geröll, in den Kehren war die Fahrbahn öfters ausgewaschen. Da hab ich mit meiner vollbeladenen Super Ténéré dann wirklich zu schwitzen begonnen. Alleine war ich auch unterwegs. Öfters hats auch - vermutlich von Mountainbikern - so eine Art Fahrrinne im Schotter gegeben, die sich als durchaus nützlich erwiesen hat - auch wenn sie manchmal recht nah an der nicht vorhandenen Randsicherung war. Größtenteils hat man seine Fahrspur über die Stufen, den Fels und das grobe Geröll jedoch selber wählen müssen. Steiler wird die Strecke dann auch.

Die Strecke bietet immer wieder wirklich tolle aussichten, auch auf die Trassierung der Straße. Ich habe öfters Fotostopps eingelegt. Bis zum Scheiteltunnel am Passo di Tremalzo hab ich mich tapfer durchgekämpft, den Scheiteltunnel bin ich dann quasi im Blindflug gefahren - war aber eigentlich überhaupt kein Problem. Nach dem Scheiteltunnel bin ich dann einer ca. 20-köpfigen Mountainbiker-Gruppe samt Guide begegnet und war sehr froh, dass ich die nicht auf den anspruchsvollsten Bergauf-Stücken als Gegenverkehr gehabt habe.

Bergab geht die erlaubte Strecke dann ebenfalls über Schotterstraßen. Diese sind zwar abschnittsweise sehr steil, aber von der Fahrbahn her in einem wesentlich besseren Zustand als der Tremalzo, daher empfehle auch ich die Befahrung gegen den Uhrzeigersinn. Die Strecke zweigt direkt am Parkplatz des Rifugios ab, ich habs beim ersten Mal übersehen, also Augen auf. Die Steilheit vergeht dann, und mit der Zeit auch der Schotter.

Als Resümee kann ich folgendes sagen: Für mich war es SEHR anstrengend und fordernd, vor allem mit der vollbeladenen, ca. 250 Kilo schweren XTZ. Für geübte Geländefahrer stellt die Strecke wahrscheinlich weniger eine Herausforderung dar (siehe vorheriger Kommentar), für Schotterneulinge ist das ganze aber nicht zu unterschätzen. Abenteuerlich ists auf jeden Fall, auch empfehlenswert. Ob ichs nochmal alleine fahren würde weiß ich aber nicht. Tip: immer gegen den Uhrzeigersinn fahren.

Ich war an einem Freitag von ca. 10:30 bis 13:00 unterwegs und bin außer ein paar einzelnen Mountainbikern auf der zwischen Nota und Tremalzo nur dieser großen Gruppe Mountainbiker begegnet, auf der Abfahrt dann einem Jeep und zwei Motorradfahrern, sonst nur 5 Wanderern. Geschimpft hat mich niemand.

Noch zu meinem Motorrad: Yamaha XTZ750 Super Ténéré mit Bridgestone Battlewing.
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Stand: 31.07.2010 03:12