Colle Sommeiller / Col du Sommeiller |
Der Colle Sommeiller ist zurzeit der höchste legal mit Kfz anfahrbare Punkt in den Alpen. Bekannt wurde er vor allem durch das jährlich am zweiten Juliwochenende stattfindende Motorradtreffen »Stella Alpina«.
Die Befahrung ist wegen des am Westhang nur langsam abtauenden Schnees oft nur im Spätsommer oder Frühherbst möglich. Die Anfahrt beginnt in Bardonecchia und führt – zunächst noch asphaltiert – zu dem kleinen Ort Rochemolles. Kurz danach beginnt der unbefestigte Teil der Strecke, der aber hier noch gut fahrbar ist. Es geht weiter, vorbei am Stausee Lago di Rochmolles und hinein in das Hochtal bis zum Rifugio Scarfiotti am Talschluss. Danach wird die Strecke sowohl gröber als auch schmaler (SG 4). Über 16 Kehren wird die Stufe zur sehr kargen Pian dei Morti überwunden. Hat man die steinigen Hochebene passiert, folgt noch einmal ein Anstieg über mehrere Kehren hinauf bis zu einer als Wanderparkplatz hergerichteten Fläche.
Eine Abfahrt nach Frankreich ist nicht möglich, auch die eigentliche Scheitelhöhe des Passes selbst kann nicht angefahren werden. Sie liegt nordöstlich eines kleinen Sees und ist – wie dieser auch – nur zu Fuß erreichbar.
Seit dem Sommer 2007 ist die Strecke ab dem Rifugio Scarfiotti am Wochende (Fr – So) jeweils zwischen 9:00 und 17:00 Uhr gesperrt. Die Fläche am EP wurde mit Holzbarrieren abgesperrt. Dadurch ist auch der sogenannte »Fahnenhügel« nicht mehr anfahrbar, wodurch sich die mit Kfz erreichbare Höhe von ehemals 3005 auf 2995 m verringert.
Die Zufahrt stammt aus den 1950er Jahren, als es am Sommeiller noch ein Sommerskigebiet gab. Nach einem Lawinenabgang und dem Rückgang des Sommeiller-Gletschers wurde dieses jedoch aufgegeben. Die hier und da noch verbliebenen Überreste der Einrichtungen auf beiden Seiten der Grenze verschwinden nach und nach im Rahmen diverser Projekte. So wurde 2007 am Scheitel eine große Parkfläche planiert und mit Holzbarrieren abgesperrt. Im Rahmen dieser Aufräumaktion wurden auch die letzten Mauern des Hotel d’Ambin beseitigt
.
Der Pass und der gleichnamige Gipfel wurden nach dem Ingenieur Germain Sommeiller benannt, der beim Bau des Fréjus-Eisenbahntunnels (1857 - 1871) erstmals Druckluft als Energiequelle für den Betrieb von Maschinen im Tunnelbau einsetzte und damit die Bauzeit entscheidend verkürzte.
Höhenprofil Sommeiller, Colle / Sommeiller, Col du (Bardonecchia ⇒ Colle Sommeiller, ca. 25 km)
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Stand: 01.09.2011 22:37 |







Ich bin im Juni 2011 zur Stella Alpina dort gewesen. Gut die beste Aussicht ist es nicht, aber mal selber eine 1200GS Adventure da hoch gewuchtet zu haben war mein Stolz. Hier im Rheinland ist es recht flach und dort wird`s dann doch zur Herausforderung. Dann ist es aber noch das Erlebnis auf der Stella gewesen zu sein mit 1000 Motorrädern, jeder hilft jeden, verschiedenste Länder, alle zusammen, OHNE JEGLICHEN STREIT, ein tolles Erlebnis. Wer das nicht erlebt hat mit diesem Berg zusammen wird NIE richtig dagewesen sein und es verstehen.
Lg Peter
bin den Sommeiller und die Assietta-Kammstraße am 05.10. gefahren. Kann nur sagen die Kammstraße ist Landschaftlich um längen besser und auch angenehmer zu fahren. Die Passhöhe kann man getrost vergessen (Aussicht) und mit einer voll beladenen GS1200 Adventure machen die letzten paar Kilometer nicht wirklich Spaß. Nur um zu sagen man war mal oben? (Und ganz hoch geht ja auch nicht mehr) Muss jeder für sich entscheiden. Dann lieber noch mal die Kammstraße :-)
Bin am 3.10.2011 bis zur Genze ital./franz. ohne stress hochgekommen, kurz vor der Passhöhe hatte es noch 4 bis 5 schneehaufen.
Ab der Blockhütte mit der Schranke und Sperrtagetafel knapp 30 Serpentinen die richtig Spass machen muss mann einmal gesehen haben, war mit meinem Audi A4 quattro unterwegs :-)
gruss
Der Untergrund war weitgehend trocken und fest (Lehm und Felsen) und hatte natürlich auch größere Steine.
So mag es meine R80G/S.
Bei etwas Umsicht m. E. gut machbar. Ich bin allerdings auch eher als Endurowanderer unterwegs.
Bei Nässe ist das Ganze sicherlich deutlich schwieriger und mit Vorsicht zu genießen.
Die Fahnenstangen sind schon noch da, aber teilweise umgebrochen (Vandalismus?) und Fahnen sind auch keine dran. Hinter dem Fahnenhügel kann man noch Fundamente vom ehemaligen Lift erkennen.
Was mich sehr verwundert hat, ist das kurze Stück mit Asphaltresten schon recht weit oben. Warum dort? Der Rest der Strecke macht nicht den Eindruck, als ob er jemals Asphalt gesehen hätte. Kann jemand noch Geschichtliches zu der Strecke beitragen? War das die Zufahrt für alle Skifahrer?
Ich war um 18:00 als letzter oben: Wunderbare Stimmung, komplette Stille! Kann ich nur empfehlen. Allerdings musste ich mich dann beeilen, um vor Einbruch der Dunkelheit wieder in Oulx beim Zimmer zu sein.
Das Passplateu ist nicht besonders.. Steinwüste mit großem planierten Parkplatz. Der Gletscher ist nur noch ganz klein und wird wohl die nächsten Jahre vollständig verschwinden. Die Fahnenstangen sind nichtmehr erkennbar. Wir fanden aber Tellerreste vom Rifugio, dass 2004 Platt gemacht wurde und die Überreste langsam wieder freigespült werden. Schnee war in keinster Weise mehr erkennbar, war am 13.09. eher T-Shirt Wetter da oben.
Gut befahrbar bis unterhalb der letzten Kehrengruppe am Geröllfeld. Die letzten Kehren sind für schwere Enduros mit vorsicht zu genießen, da größere Steine auf der Trasse liegen und die Kehren dadurch nicht ganz einfach zu fahren sind, ansonsten aber durchaus auch für Dickschiffe machbar (bei trockenem Wetter). Schnee habe ich keinen mehr gesehen, selbst der "Gletscher" ist kaum mehr auszumachen.
Passhöhe ist Landschaftlich nicht atemberaubend, dafür aber der Weg bis nach oben.
Wir würden aber gerne wiederkommen und die Sacher beenden, deshalb an dieser Stelle eine Bitte an alle, versaut uns dieses Vergnügen nicht mit absolut sinnlosen Motocross-Einlagen, die nur die Natur zerstören.
Dazu solltet ihr nicht hier herauf fahren, denn mit immer mehr Sperrungen, gibt es immer weniger dieser tollen Erlebnisse.
Wir sind auf der Assietta auf Quadfahrer getroffen, die hätten uns beinahe mit Vollgas den Berg wieder runter geschoben und drei Motocrosser nebeneinander den Colle herunter jagend, machen auch keinen Spass, wenn man gerade hoch will!!!
Wenn jeder nur ein wenig Rücksicht nimmt, dann können wir alle noch lange unsere Freude haben.
Grüße an alle
Scheini