Colle Sommeiller / Col du Sommeiller

 
+ 45.134133°, 6.844311° Legende
 Track: 

Pass

für Kfz verboten (auch zeitweise) Sackgasse Engstellen Unebene Fahrbahn Schotter Steinschlag / Rutschungen  
Land: Italien
Region: Südpiemont
geogr. Breite: 45.134133°
geogr. Länge: 6.844311°
Höhe: 2995 m
SG nach Denzel: 4
Letzte Validierung: 06/2016, frankythereal

Korrekturen, Ergänzungen, Hinweise?
 

GPS-Tracks zu diesem Punkt:
Track Sommeiller, Colle / Sommeiller, Col du

Der Colle Sommeiller ist zurzeit der höchste legal mit Kfz anfahrbare Punkt in den Alpen. Bekannt wurde er vor allem durch das jährlich am zweiten Juliwochenende stattfindende Motorradtreffen »Stella Alpina«.
Die Befahrung ist wegen des am Westhang nur langsam abtauenden Schnees oft nur im Spätsommer oder Frühherbst möglich. Die Anfahrt beginnt in Bardonecchia und führt – zunächst noch asphaltiert – zu dem kleinen Ort Rochemolles. Kurz danach beginnt der unbefestigte Teil der Strecke, der aber hier noch gut fahrbar ist. Es geht weiter, vorbei am Stausee Lago di Rochmolles und hinein in das Hochtal bis zum Rifugio Scarfiotti am Talschluss. Danach wird die Strecke sowohl gröber als auch schmaler (SG 4). Über 16 Kehren wird die Stufe zur sehr kargen Pian dei Morti überwunden. Hat man die steinigen Hochebene passiert, folgt noch einmal ein Anstieg über mehrere Kehren hinauf bis zu einer als Wanderparkplatz hergerichteten Fläche.
Eine Abfahrt nach Frankreich ist nicht möglich, auch die eigentliche Scheitelhöhe des Passes selbst kann nicht angefahren werden. Sie liegt nordöstlich eines kleinen Sees und ist – wie dieser auch – nur zu Fuß erreichbar.
Seit dem Sommer 2007 ist die Strecke ab dem Rifugio Scarfiotti am Wochende (Fr – So) jeweils zwischen 9:00 und 17:00 Uhr gesperrt. Die Fläche am EP wurde mit Holzbarrieren abgesperrt. Dadurch ist auch der sogenannte »Fahnenhügel« nicht mehr anfahrbar, wodurch sich die mit Kfz erreichbare Höhe von ehemals 3005 auf 2995 m verringert.

Die Zufahrt stammt aus den 1950er Jahren, als es am Sommeiller noch ein Sommerskigebiet gab. Nach einem Lawinenabgang und dem Rückgang des Sommeiller-Gletschers wurde dieses jedoch aufgegeben. Die hier und da noch verbliebenen Überreste der Einrichtungen auf beiden Seiten der Grenze verschwinden nach und nach im Rahmen diverser Projekte. So wurde 2007 am Scheitel eine große Parkfläche planiert und mit Holzbarrieren abgesperrt. Im Rahmen dieser Aufräumaktion wurden auch die letzten Mauern des Hotel d’Ambin beseitigt
.
Der Pass und der gleichnamige Gipfel wurden nach dem Ingenieur Germain Sommeiller benannt, der beim Bau des Fréjus-Eisenbahntunnels (1857 - 1871) erstmals Druckluft als Energiequelle für den Betrieb von Maschinen im Tunnelbau einsetzte und damit die Bauzeit entscheidend verkürzte.

Stella Alpina 2004, unterhalb des Colle Sommeiller: Oft versperrt Altschnee bis in den Juli hinein die letzten Kehren der Anfahrt.
Oberhalb des Val di Rochemolles führt der Weg durch die karge Landschaft der Pian dei Morti
Colle Sommeiller im September 2007. Die Überreste des Hotel d’Ambin sind verschwunden, der Fahnenhügel ist nicht mehr anfahrbar.
Anstieg aus dem Talschluß am Rifugio Scarfiotti
Die eindrucksvolle Cascata di Fond liegt oberhalb des Rifugio Scarfiotti. Der beste Blick bietet sich von der Kehrengruppe aus, die vom Talschluss auf die Hochebene Pian dei Morti hinauf führt.
Blick zum nicht mehr anfahrbaren »Fahnenhügel« oberhalb der Scheitelhöhe (2007)
Unterer Abschnitt der Anfahrt zum Colle Sommeiller im Valle di Rochemolles
Scheitelhöhe des Colle Sommeiller
Hinter dem Scheitel liegen noch zwei kleine Seen, hier im Bild der Lac Sommeiller.
Auffahrt zum Colle Sommeiller
Der Weg führt durch die karge Hochebene Pian dei Morti

Höhenprofil Sommeiller, Colle / Sommeiller, Col du (Bardonecchia ⇒ Colle Sommeiller, ca. 25 km)
Höhenprofil Sommeiller, Colle / Sommeiller, Col du (Bardonecchia ⇒ Colle Sommeiller, ca. 25 km)
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Nur mit Dünnschiff auf den Gipfel Validierung 06/2016 frankythereal, 20.06.2016, 14:59
Waren mit Africa Twin und DR 650 bis auf 2730m. Kurz vor der Kurve zur Auffahrt bis zum Gipfel. Der Schlagbaum unten ist durch die Witterung zersetzt. Ergo man kann bis hoch fahren ;) wenn man die Schneeverwehung bei 2730m überwindet. Mit Dickschiffen ist das nicht zu machen.
Waren am 17.Juni 2016 oben.

Dünnschiffe kein Problem. Wahrscheinlich wird es bis zum Gipfel jedoch nicht fahrbar sein da immer mehr Schneeabschnitte kommen. Wir sind ein wenig zu Fuss den Weg weiter gegangen.
Auffahrt 31. 10. 2015 Validierung  Anonymous, 03.11.2015, 11:34
Bin am Samstag, 31. 10. 2015 hochgefahren, Straßenauto mit Frontantrieb, weiter oben Schneeketten. Ging problemlos, Schnee ist noch nicht tief gewesen, 20 - 30 cm. Es lagen auch bis oben Spuren der Locals, die hochgefahren sind. Mir ist auf den letzten 5 km ein Teil der Schneekette gerissen, da drehte ich sicherheitshalber um, aber wie gesagt: Die Locals fuhren noch bis oben. Abschleppfahrzeug (Defender) wurde nicht benötigt. Wunderschöne Winterstimmung mit Sonne bis zur Schneeblindheit.
Auf den letzten 3 Kehren Schnee Validierung  Anonymous, 17.10.2015, 20:50
Sind am 12.10.15 mit GS 1200 ATV, KTM 990 und KTM 520 EXC auf den Sommeiller gefahren, Strecke gut zu fahren und Traumwetter, vor den letzten 3 Kehren war aber Schluss für uns, geschlossene Schneedecke, mit 4X4 machbar, für die KTM 520 evtl. auch noch, dürfte aber für 2015 eh vorbei sein.
@Anonymous 22.09.2015 Validierung  Talbot100, 10.10.2015, 11:35
Ganz ehrlich, richtig - das hätte sicherlich anders beschrieben werden sollen. Danke für den Hinweis. Gemeint war eher eine fahrtechnische Beschreibung eines zügigen Vorankommens auf dem beschriebenen geröllartigen Untergrund kurz unterhalb des Gipfels (Parkplatz): ...Gewicht auf das Hinterrad, Vorderrad entlasten und mit erhöhtem Tempo über das Geröll hinweggleiten - sofern es die Umstände in der grandiosen Bergwelt erlauben. Genau so, wie man in anderen trockenen Regionen Wellblechpisten meistert. Entweder Schrittempo oder zügig. Endurofahrer / Offroader wissen was gemeint ist.
Es wurden natürlich weder Edelweiß plattgefahren, keine Murmeltiere zerteilt und keinem Wanderer der Spazierstock zerfahren - geschweige denn die Piste verlassen. ;-) Grüssle...
Natur Pur !!! Validierung 07/2012 ferrarihans, 26.09.2015, 22:39
Wie @mud-max so schön beschreibt ,dass einige Möchtegern Racer überall rumkurven müssen und somit den noch verbliebenen Schotterteil
in den Alpen mit ihrem idiotischen Verhalten zu Grabe tragen und der nächsten Bikergeneration alle Möglichkeiten für eine tolle Bergfahrt mit
dem Motorrad nehmen , so eindrucksvoll schildert er die Erlebnisse auf diesem fantastischen Pass , den mein Sohn (21) mit mir(55)anno 2012
auch gefahren sind und uns nicht sattsehen konnten an der grandiosen Bergwelt hier am Colle Sommeiller !!
Natur Pur !!! Validierung 09/2015 Mud-Max, 26.09.2015, 19:52
Am 24. September 2015 mit dem Cherokee hier hoch.

Heute fiel der erste Schnee hier oben für diese Wintersaison. Ab dem Refugio de Scarfiotti fielen die ersten dünnen Flocken und ab der Hochebene der Pian dei Morti war die Landschaft mit einer dünnen Puderzuckerschicht überzogen die je näher man zum Gipfel kam immer dicker wurde.
Oben waren es stellenweise wo es geweht hatte über 30 cm. Temperatur -2 Grad (gefühlte -12) und Wind ohne Ende.
Die Strecke selbst war aber duchgehend mehr oder weniger frei von Schnee und grösseren Felsbrocken, so das sich das befahren für die Verhältnisse hier als Problemlos gestaltete.

Ich bin aber echt mal gespannt wie lange man hier überhaupt noch hoch fahren darf.
Es erschließt sich mir nämlich nicht so ganz, das man wenn man schon solche eine Strecke hat, die Legal befahren werden darf, sich nicht an die Regeln halten kann und trotz der mindestens 100 Schilder die hier oben stehen quer durch die Prärie gefahren werden muss.
Da wird rechts und links die Hänge hoch gerannt, im See drin sind Reifenspuren zu sehen, auf und hinter dem Flagpost Hill werden Donuts gedreht usw...

Wir haben für die Auf und Abfahrt 5 Stunden gebraucht und zusätzlich zu dem Atemberaubendem Hochgebirgspanorama und absoluter Ruhe zahlreiche Wasserfälle fotografieren können, Murmeltiere beobachten und als abslotues Highlight den König der Wälder, den Rothirsch, bei der Brunft hören und sogar kurz hinter dem Refugio wo die Baumgrenze wieder anfängt sogar sehen und ablichten.
Weiter unten sogar noch 2 Italienische Naturfotografen getroffen die hier den Tag verbrachten um Steinadler und Bartgeier zu fotografieren was Ihnen sogar gelungen ist.
Hier kommen wir auf jeden Fall wieder hin und wenn es nur zum "Tiere knipsen" ist.
Ganz ehrlich - Geschmacksache. ?? Validierung  Anonymous, 22.09.2015, 18:29
Wie @talbot100 so schön beschreibt , dass er die Strecke "mit ziemlich Speed HOCHGEBRETTERT " ist , da braucht man sich nicht wundern , dass
immer mehr schöne Schotterstrecken in den Alpen gesperrt werden und das nur wegen ein paar BRETTERNDEN , die meinen , dass ihnen diese
Pisten alleine gehören und sich einen Dreck um andere scheissen die auch mal normal unterwegs sind und dadurch auch etwas von der grandiosen
Bergwelt mitbekommen die sich einem am Sommeiller bietet !!
Ganz ehrlich - Geschmacksache. Validierung 09/2015 Talbot100, 22.09.2015, 06:28
Ich bin gestern Nachmittag bei Sonnenschein und trockenem Wetter die Piste hochgefahren. Mein Moped (Yamaha XT660Z) wiegt vollgetankt fast 200 KG - Bereifung Mitas E9. Im unteren Teil ist die Strecke wirklich sehr schön. Ca. 1km hinter dem Stausee befindet sich auf der linken Seite am gegenüber liegenden Flussufer ein idyllischer Rastplatz mit Feuerstelle in schöner Umgebung. Auch das Rifugio etwas weiter Bergauf ist ein schöner Platz zum "Stärken" mit Wasserfällen im Hintergrund.
Meiner Meinung nach könnte man sich aber das letzte Viertel der Auffahrt sparen - was man natürlich nicht macht, wenn man schon mal da ist und den Plan hat. Ab der kurzen ehemals geteerten Teilfläche nur noch heftiges Geröll, Mondlandschaft pur - und der See unter dem Gipfel war fast ausgetrocknet.
Die Fahrt über das Geröll war derart spassfrei, das ich mit ziemlich Tempo in Hecklage auf den Gipfel gebrettert und nach dem Foto wieder runter zum Rifugio bin. Den Gipfel kann man sich sparen - alles andere ist toll. Den Jafferau am Vormittag fand ich sowohl von der Strecke und auch vom Ausblick erheblich schöner - aber Geschmacksache.
Grüssle...
Alles ohne probleme zu fahren Validierung 09/2015 Sauerlaender, 09.09.2015, 12:15
Waren letzte Woche dort oben, Strecke ist frei von Hindernissen und auch sonst völlig problemlos zu befahren. Erst die letzten paar Meter sind ein bisschen Rumpeliger, aber auch nichts dramatisches.

Die Aussicht oben ist bei schönem Wetter einfach der Wahnsinn, ein Absoluter muss wenn man schon mal da ist!
Bestätigung Validierung  Anonymous, 28.08.2015, 13:54
Die VFR aus Augsburg habe ich oben gesehen und mit dem Fahrer ein paar Worte gewechselt. Die Vespa war 'ne 150er von '59 vom Vespaclub de Champagne. Hut ab! Zum Glück hat es nicht geregnet :-)
Bin mit 'nem 2009er Lada Niva oben gewesen, war keine Herausforderung bis auf die Dauerbeschallung durch die Motorlüfter ;-)
Ich denke, in den Kehren hatten die Fahrer der größeren Geländewagen mehr zu tun.
Der Weg hinauf loht sich auf jeden Fall, auch das erklimmen des Fahnenhügels (zu Fuß) lohnt sich, auch wenn mir die rote Krawatte bis zu den Knien gehangen hat! Die Aussicht ist fantatatatastisch....
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Stand: 01.09.2011 22:37