Forcella Lavardet |
Die Straße über die Forcella Lavardet verbindet Comeglians im Canale di Gorto (O) mit dem Ort Campolongo (N). Die langgestreckte Ostrampe durch das Pesarina-Tal verläuft relativ gerade und steigt dabei gleichmäßig an. Kurz vor dem Scheitel macht die bisher ungefähr in Ost-West-Richtung verlaufende Straße am Abzweig zur Sella di Razzo bzw. Sella Ciampigotto zunächst einen Knick, um sich dann westlich des Scheitels nach Norden zu wenden.
An dem erwähnten Abzweig weist ein Schild darauf hin, dass nur die nächsten 2,5 km der Straße (Ostrampe) befahren werden dürfen, da die Nordrampe ist wegen ihres schlechten Zustandes aus Haftungsgründen gesperrt ist. Wer mit einer Straßenmaschine unterwegs ist, sollte diesen Hinweis beherzigen und der SS.619 nach SW folgen.
Während die eigentliche Scheitelhöhe unscheinbar ist, hält die zum Teil geschotterte und stellenweise auch ausgewaschene Nordrampe Fahrspaß für Enduristen bereit. Interessant ist vor allem die spektakuläre Gruppe von 14 steilen und engen Kehren, über die die Strecke etwa auf halbem Wege zwischen San Pietro und dem Scheitel Höhe gewinnt.
Die schwierigste Stelle, ein ehemals provisorischer Übergang über das Flüßchen Frison, wurde inzwischen durch eine Brücke ersetzt. Mit unpassierbaren Stellen durch Murenabgänge, vor allem nach starken Regenfällen und im Frühjahr, sollte man aber hier immer rechnen.
Höhenprofil Lavardet, Forcella (AZ SS.465 ⇒ Campolongo, ca. 12 km)
Bitte beachten: Die Kommentarmöglichkeit ist für Hinweise, kurze Befahrungsberichte, ergänzende Beschreibungen und ähnliches gedacht. Kommerzielle, beleidigende oder unpassende Postings werden gelöscht.
Du bist zurzeit nicht angemeldet. (Benutzerstatus: Anonymous)
Kommentare von nicht angemeldeten Benutzern werden manuell freigeschaltet, was
manchmal eine Weile dauern kann.
|
Stand: 25.06.2008 22:00 |






Fazit: Wenn man bereit ist, die Verbotstafeln zu ignorieren, dann ist die Strecke von Campolongo aus bei gutem Wetter für Leute mit Herz und Abenteuerlust auch mit einem Straßenmotorrad mit aufrechter Sitzhaltung und nicht zu kurzen Federwegen befahrbar. Bergab in Richtung Campolongo oder bei schlechtem Wetter würde ich die Strecke mit einem Straßenmotorrad auf keinen Fall empfehlen. Ein NoGo ist die Forcella Lavardet für ängstliche oder unsichere Naturen und die "gebückte" Fraktion (Sportmotorräder). Man sollte die FL m.E. (und da muss ich mir an die eigene Nase packen) auch nicht alleine befahren, da die Strecke äußerst wenig befahren wird und man bei einem Sturz echte Probleme bekommen kann. Wenn man es geschafft hat, und man Richtung Osten nach Comeglians weiter will, wird man mit einer landschaftliche sehr schönen Strecke und sehr gutem Belag durch das Val Pesarina belohnt.
Wenn, dann sollte man die Strecke von Santo Stefano aus fahren, da so zumindest das Bremsen entfällt ;)
Für Leute ohne "Offroad" Erfahrung ist das wohl der falsche Ort zum Fahren.
Die Strecke ist bis zur Stahlbrücke asphaltiert, dann beginnt der "Spaß".
Immer wieder Felder mit weichem Schotter, bei denen das Vorderrad bis zur Felge versinkt sind kein Terrain für eine FZ6 mit MPR2.
Hat man die Strecke bis zu den asphaltieren Kehren geschafft, dann ist das nur die halbe Miete. Ein weiterer Abschnitt mit weichem Schotter mit teils steileren Abschnitten wartet. Hat man sich auf den alten Pistenabschnitt gerettet, dann geht es holprig jedoch weit weniger schwierig bis zum Gipfel weiter.
Die "Schlüsselstellen" sind kurz nach der Brücke (von S.Stefano kommend), bei denen zu erkennnen ist, dass die Straße provisorisch als Piste angelegt worden ist und ebenfalls oberhalb der Kehren.
"Starda Chiusa", eindeutig oder ;)
wird scheinbar für die vielen mountainbiker immer wieder hergerichtet und ist für motorräder zur schotter - rennstrecke geworden!
also hier kann mans auch mit straßen oder enduroreifen richtig "krachen" lassen!
uns sind übrigens ein paar strassengeräte begegnet. auch die hatten kein problem, dort zu fahren. (geht halt langsamer) da waren eine BMW R100RT, eine Suzuki VN800 Intruder, eine Honda Deauville 650 mit beifahrer... dabei.
ABER: eine Verbotstafel steht immer noch dort. 2 x sogar! heißt: im Unfallsfalle zahlt man alles selbst!
Schöne Strecke, teilweise grober, teilweise loser Untergrund, hat viel Spaß gemacht.
Freundliche Forstarbeiter haben uns den Weg freigräumt und die Schranke geöffnet.