Colle del Garezzo

 
+ 44.045349°, 7.775130° (0.00 km) Legende
 Track: 

Sattel

Engstellen Unebene Fahrbahn Schotter  
Land: Italien
Region: Ligurien
geogr. Breite: 44.045349°
geogr. Länge: 7.775130°
Höhe: 1767 m
SG nach Denzel: 4
Letzte Validierung: 07/2011, Helmut

Korrekturen, Ergänzungen, Hinweise?
 

GPS-Tracks zu diesem Punkt:
Track Garezzo, Colle del

Über den östlich der Ligurischen Grenzkammstraße gelegenen Colle del Garezzo führt eine Alternative zum südlichen Abschnitt der Ligurischen Grenzkammstraße (LGKS).
Die schmale geschotterte SP.2 unterquert den zwischen Monte Fronte (2153 m) und Cima dell’ Ortica (1845 m) gelegenen Sattel mit einem ca. 60 m langen Scheiteltunnel, an dem sich mehrere Wege treffen, u.a. von der Colla San Bernardo (N) und vom Passo della Guardia (W) bzw. Triora.
Auch zur LGKS selbst gibt es einen Weg, der vom Scheitel zum Erlöserdenkmal (W) am Monte Saccarello führt und der auch in manchen Karten eingezeichnet ist. Allerdings ist dieser nach den vorliegenden Informationen nicht nur offiziell gesperrt, sondern dürfte auch an einigen Stellen unpassierbar sein.

Scheiteltunnel und obere Westrampe des Colle del Garezzo, von Süden her gesehen
Blick aus dem Portal des Scheiteltunnels
Westrampe des Colle del Garezzo

Höhenprofil Garezzo, Colle del (LGKS, AZ Passo di Tanarello ⇒ , ca. 32 km)
Höhenprofil Garezzo, Colle del (LGKS, AZ Passo di Tanarello ⇒ , ca. 32 km)
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Problemlos fahrbar Validierung 06/2011 Gelbschnabler, 18.07.2011, 12:03
War mit einer R 1200 GS mit leichtem Gepäck und Sozia unterwegs. Strecke war bei schönem Wetter sehr gut fahrbar. Gegenüber 2010 habe ich festgestellt, dass unmittelbar nach Passieren des Passo del Guardia ein Schild mit Streckensperrung bei Schneefall und ein Schild mit "temporärer Streckensperrung" (Gründe werden offensichtlich im DIN A 4 Format in einer Klarsichthülle mitgeteilt) aufgestellt wurden.
Sehr schön zum Endurowandern Validierung 05/2011 Ari-Wiedaetschi, 21.06.2011, 11:13
Wir (Sabine, Susanne, Volker) sind die Strecke dieses Frühjahr mit einer 650 Dominator, einer 250er Domi und einer SLR 650 gefahren.
Der Weg ist trotz der Auswaschungen und der Geröllausbrüche in recht gutem Zustand und mit den immerhin auch 180 kg schweren Hondas gut zu befahren. Das hatte ich so früh im Jahr eigentlich schlimmer erwartet.
Einzig ein Felsen, der den Weg zu ca. 75% versperrte, machte uns etwas Mühe. Der Felsen konnte nur auf der Hang abfallenden Seite umfahren werden. Da die Restwegbreite noch ungefähr einen halben Meter betrug, musste man schon etwas zielen um nicht zu nah an den Abhang zu gelangen.
Es gibt sicher berauschendere Aussichten, dennoch sollte man sich die Zeit nehmen die Landschaft auf sich wirken zu lassen.
Dann macht einem das Ganze vielleicht auch mehr Freude und kommt einem nicht so anstrengend vor.

Hinter dem Tunnel lag noch etwas Schnee und wir wurden mit einem Donnerschlag empfangen. Das Gewitter zog schnell über den Kamm. Daher machte es wenig Sinn zurück zu fahren. Die Abfahrt mussten wir also im Regen bewältigen. Aber auch das ist, mal abgesehen von der fast nicht vorhandenn Sicht (Brillenträger), machbar.
Man muss sich halt Zeit nehmen und etwas auf den rutschigen Untergrund einlassen.

Fazit:
Eine sehr empfehlenswerte Strecke, die von dem Felsen mal abgesehen auch durchaus für Schotterneulinge (Susanne) in Begleitung geeignet ist.
Grenzwertig Validierung 09/2010 marcus_n, 29.09.2010, 12:06
Ich habe den Colle del Garezzo Mitte September befahren. Traumhaftes Wetter, trocken, sonnig, perfekt. Mit einer leichten Sportenduro und Erfahrung im Gelände ist der Colle bei diesen Bedingungen gut zu meistern.
Der Einstieg, von Norden in Richtung Triora kommend, begann relativ knackig. Ausgewaschene Spurrillen, grober Fels, wellig, mittlere Steigung. Bis zum Tunnel ist die Strecke durchwegs anspruchsvoll. Fels, Schotter und Felsbrocken wechseln sich ab. Eine fehlende Sicherung zum Abgrund hin hat mir hie und da weiche Knie beschert. Ab dem Tunnel ist die Strecke noch einige hundert Meter weit schwierig, um dann in einen gut befahrbaren, breiten, welligen Waldweg überzugehen, der zum Ende der Strecke hin asphaltiert ist. Von oben kommend gelangt man sodann direkt nach Triora.
Auf der nördlichen Seite des Tunnels kann man noch links abbiegen und zu einem Refugio fahren. Zwei weitere Passtraßen zweigen in der Endphase der Strecke im Wald ab, die ich jedoch nicht befahren habe.
Die Landschaft ist atemberaubend schön, bei gutem Wetter ein weitreichender Blick über bewaldete Berge bis zum Horizont. Einsamkeit und Stille.
Ich werde diese Strecke nicht mehr alleine befahren. Bin mit einer vollbepackten 1150 GS unterwegs gewesen und an meine persönliche Leistungsgrenze geraten. Den größten Teil des Weges musste ich im Stehen fahren. Einmal umgekippt und nur mit großer Mühe das Motorrad wieder aufgerichtet. In der Gruppe gut machbar, aber trotzdem mit Vorsicht zu geniessen. Bei schlechtem Wetter würde ich diesen Pass meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Re: Die Hölle Validierung  ahecht, 27.05.2010, 00:46
Ich bin den Garezzo selbst schon mit einer alten GS und einigem an Gepäck gefahren. Es ist durchaus auch mit einem (Sport-)Tourer möglich, macht aber sicher keinen Spaß – sieht man mal von dem »Abenteuer« ab, ein dafür eher ungeeignetes Gefährt über einen Berg gebracht zu haben. Wenn SG 4 dransteht, weiß man aber eigentlich vorher, worauf man sich da einlässt.
Stahlelefanten Validierung  Anonymous, 26.05.2010, 22:11
Hört sich wirklich sehr abenteuerlich an. Beinahe wie die Überquerung der Alpen durch Hannibal. Nur nicht mit Elefanten, sondern mit Motorrädern.
Die Hölle Validierung  Anonymous, 26.05.2010, 15:41
Der Schreiber der vorausgegangenen Kommentars ist ein Teilnehmer der "Expetition", wie kriege ich 3 Straßenmotorräder durch eine Steinhölle.
Er hat-wie immer-etwas untertrieben. Keiner von uns hatte einen Blick für die Natur, von dem Abhang, der uns alle Augenblicke wie ein gefräßiges
Tier anstarrte, abgesehen.
Also Motorradfahrer, wenn ihr mal eure Straßenmaschinen testen wollt, ob sie einen Ritt über die Hölle standhalten, dann versucht es. Ich
werds nicht mehr versuchen. Versprochen.
Motorradbefahrung des Passes im Mai 2010 Validierung  Anonymous, 21.05.2010, 19:31
Die gesamte Passstraße ist in einem nicht gewarteten Zustand. Große Gesteinsbrocken versperren den Weg für (Gelände-) PKW. Teilweise gibt es sehr tiefe Auswaschungen im Wechsel mit Schotteranhäufungen, die nur mit entsprechend geländegängigen Motorrädern überquert werden können. An steilen Seitenschluchten wurde durch Schneerutsch grobes Geäst auf die Fahrbahn transportiert, das wir entfernen mussten, um weiter zu kommen. Der Schwierigkeitsgrad SG 4 scheint mir auf der gesamten, nicht geteerten Strecke angebracht. Wir waren mit schweren Tourenmaschinen unterwegs (Suzuki Bandit, BMW R 1200 GS Adventure und BMW K 100) und merkten bald, daß zumindest bei der K 100 hier und da die Bodenfreiheit nicht ausreichte. Dennoch ist die Befahrung der Passstraße ein besonderes Erlebnis. Die Bewältigung der Strecke ist ein Abenteuer, gerahmt von einer unglaublich eindrucksvollen Umgebung. Wir würden die Tour gerne mit geeignetem Gerät wiederholen.
schöne Alternative Validierung 08/2008 nypdcollector, 09.08.2008, 23:20
Nette Alternativstrecke zum südlichen Teil der ligurischen Grenzkammstrasse. Denzel bewertet diesen Pass mit SG 4, wobei sich diese Wertung wohl auf den Anstieg von norden zum 60m langen Scheiteltunnel beziehen muss, der teilweise auch ausgewaschene Felsen auf der Strasse enthält.
Der SG 4 bezieht sich laut der 23. Ausgabe des »Denzel« auf die Westrampe, also die Strecke am SW-Hang. Die Ostrampe (eigentlich Nordrampe) ist mit SG 3 angegeben. Die 20. Ausgabe listet den Pass noch mit SG 3. Da hier immer der höhere SG angegeben ist, habe ich den SG auf 4 korrigiert.
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Stand: 27.05.2010 00:48