Colle delle Finestre |
Über den Colle delle Finestre führt eine Verbindung zwischen Susa (N) und dem Ort Depot bei Fenestrelle (S) bzw. Pourrières (SW). Südlich des Scheitels, an der Pian dell’ Alpe, liegt der Osteinstieg der Assietta-Kammstraße (AKS). Als Befahrungsrichtung empfiehlt sich der Weg von N nach S: Während die Südrampe zwar schmal, aber komplett asphaltiert ist, erwarten den Motorradfahrer auf der Nordrampe nicht nur unzähligen Kehren, sondern auch Schotter. Mit ein wenig Übung ist diese Strecke aber auch mit Tourern problemlos zu fahren. Bei feuchtem Wetter sollte man allerdings vorsichtig sein: Der Untergrund wird bei Nässe streckenweise sehr rutschig.
Auf der Südseite passiert man einige interessante Befestigungsanlagen, deren Zugang allerdings meist versperrt ist. Aber auch von der Straße her bieten sich interessante Einblicke in die militärische Geschichte und die Baukunst vergangener Jahrhunderte. Das weitaus interessanteste Bauwerk ist die gewaltige Anlage des Forte di Fenestrelle, die sich vom Talboden aus über ca. 3 km am Südhang des Valle del Chisone hinaufzieht und dabei knapp 600 m Höhenunterschied überwindet. Die gewaltige Anlage, die zu den größten Festungsbauwerken in den Alpen zählt, besteht eigentlich aus drei baulich miteinander verbundenen Festungen (San Carlo, Tre Denti und Delle Valli) und umfasst eine bebaute Fläche von 1,3 km². Die in 122 Jahren Bauzeit (1728 - 1850) errichtete und heute zum Teil restaurierte Anlage ist vom Tal aus zugänglich. Ein Besuch ist unbedingt zu empfehlen, aber man sollte dafür einige Stunden einplanen – und sich auf die insgesamt 3996 Stufen der »Scala Coperta« einstellen, die die Teile der Anlage miteinander verbindet.
Die im Sommer 2007 kurzfristige eingeführte Sperrung der Nordrampe für Motorräder und Quads wurde bereits 2008 wieder aufgehoben. Für die Strecke gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sowie eine Wintersperre vom 1. November bis zum 31. Mai.
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Stand: 29.06.2010 20:12 |






Beim zeiten Mal wollte ich es mal sehen und wissen. Von Norden aus, BMW F650 mit Schwenker-Beibagen. Schön langsam, tolle Aussicht und ein paar fragende Blicke am Fort. ? Mit Beiwagen ? Es geht auch! Aber halt recht vorsichtig und langsam.
Ich bin der Meinung, dass man es mit jedem Moped fahren kann. KTM und Co halt etwas schneller und mit dem Rest mehr oder weniger langsam. Immer die Ruhe behalten und den Racern nicht im Weg stehen. Wer es nicht versucht hat was verpasst.
Wir haben den Einstieg über Depot (SP172) genommen. Anfangs ist die Strecke geteert, später geht es über einen meist geschotterten Waldweg bis zur geteerten Hauptroute (SP173). Am Einstieg war der Finestre als "offen" beschildert, am Kreuzpunkt bei N45.06124 E7.05121 war "geschlossen" beschildert. Wir sind die restlichen geteerten 2,4km bis zur Passhöhe gefahren. Die Abfahrt haben wir sein lassen, es schüttete wie aus Eimern, das war uns mit Straßenreifen zu riskant. Zumal bei einem realen Hindernis die Auffahrt im Matsch mangels Vortrieb sportlich werden kann. Am Ende unserer Fotosession kam eine mit 2Personen besetzte Affentwin und Offroadbereifung. Die haben es gewagt, leider nichts mehr von ihnen gehört :)
http://www.qtreiber.eu/motorrad/touren/alpentour-2011
die AKS hat sich in den letzten Jahre nicht wirklich gross verändert. Wir sind sie vor etwa 3 Jahre gefahren und sind sie in diesem Jahr erneut gefahren (alle mit BMW 11er und 12er GS, manche mit Sozia und Vollgepäck). Obwohl im Moment gerade Strassenbauer am Werk sind, hat sich grundsätzlich nicht viel verändert. An manchen Stellen haben sie einfach tonnenweise Erde auf die Strasse geschoben. Das macht das Befahren nicht wirklich einfacher. Vorallem, wenn es nass ist...
Die AKS ist ein tolle Strasse für Schotter-Einsteiger mit geeignetem Schotter-Gefährt. Aber mit dem Umbrail hat das nun wirklich gar nichts zu tun. Wie Lechfeldbiker schon geschrieben hat, ist der Umbrail eine Autobahn verglichen mit der AKS. Diese ist sicher nicht ganz so grob wie die Ligurische oder die Varaita, aber mit einer 1300GT oder 1300S und mit Sozia würde ich das gar nie probieren wollen. Insbesondere, wenn es so viel Wasser in den Bergen hat wie in diesem Jahr. Dann schlage ich eher noch die Maria-Stura vor (obwohl auch die in den letzten Jahren stark gelitten hat und ebenfalls mit der Umbrail-Autobahn in keiner Art und Weise zu vergleichen ist).
Vorschlag: Macht zuerst mal den Finestre von Susa aus (ist so ein Mittelding zwischen Umbrail und AKS). Und wenn Ihr dann "lächelnd" oben angekommen seid und sich noch keine Schweisstropfen auf der Stirn gebildet haben ;-) dann könnt Ihr es immer noch mit der AKS versuchen. Wie schon geschrieben, landschaftlich sicher ein Traum. Aber nur mit dem geeigneten Gefährt und guten Wetterbedingungen. Sonst hat man wohl nur wenig Zeit, sich auf die Landschaft zu konzentrieren :-D
Die AKS ist für Schotterliebhaber mit Tourern auch zu schaffen. Es sollte dort aber vorher eine längere Trockenperiode bestanden haben. Ich war mit einigen Tourern 1995 auf der AKS nachdem es dort vorher 2 Wochen geregnet hatten. Von Schotter war da nichts zu sehen. Nur Schlamm und eine Menge riesiger Pfützen. Wir waren damals ziemlich bedient, als wir nach 3 Stunden Schlammschlacht endlich in Sestriere wieder auf Asphalt standen. Alle Mopeds waren gleichmäßig braun - von Farbe war nichts zu sehen. Aber in Cesana gibt's ein nettes Hotel mit Motorradwaschplatz. Wer also mit Tourern die AKS fahren will, sollte vorher das Wetter beobachten. Crossern macht das nichts aus. Die sprangen uns damals nur so um die Ohren.
AKS-Schotter zum Umbrail-Schotter - nicht vergleichbar. Das ist ein Vergleich wie Feldweg mit Autobahn.
Allerdings war ich die letzten 5 Jahre nicht mehr dort, da kann sich inzwischen viel verändert haben.
Grüße rundum
blaulicht
Also, wir fahren BMW K1300GT und BMW K1300s, das meinte ich mit großen Tourern, außerdem haben wir alle eine Sozia dabei. Ich denke, dass wir durchaus geübte Tourenfahrer sind und auch mit Schotter zurechtkommen. Kann jemand sagen mit wieviel KM Schotter auf dem Colle delle Finestre zu rechnen ist ? Die Südrampe soll ja Asphalt sein.
Im Vergleich zum Umbrail - wie ist da der Colle Finestre einzuordnen ? Wesentlich schwieriger ? Okay, der Umbrail ist ziemlich breit, der Colle dagegen eher schmal. Wie seht ihr das ?
mfg
Der Lechfeldbiker